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3.09_gesundheit_arbeits-_betriebs-_und_umweltschutz

3.09 Gesundheit, Arbeits,- Betriebs- und Umweltschutz

Wichtigste Punkte

Wesentliche Gesetze:

Gesundheit
Arbeitsstättenverordnung: Legt fest, was der Arbeitgeber eim Einrichten und Betreiben von Arbietstätten in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigen zu beachten hat
Arbeitszeitgesetz: Legt die Grundnormen dafür fest, wnn und wie lange gearbeitet werden darf ⇒ Gesundheitsschutz
Mutterschutzgesetz: Schützt schwangere Frauen und die Mutter grundsätzlich vor Kündigung und meist vor vorübergehender Minderung des Einkommens
Jugendarbeitsschutzgesetz
Umwelt
Umwelthaftungsgesetz
Bundes-Immisionsschutzgesetz schützt Mensch, Tiere und Pflanzen, Boden, Luft, Wasser, Kulturgüter und sonst Güter vor schädlichen Umwelteinwirkungen]]
Sicherheit
Arbeitsschutzgesetz regelt die grundlegenden Arbeitsschutz Pflichten des Arbeitsgebers, die Pflichten und die Rechte der Beschäftigten sowie die Überwachung des Arbeitsschutzes
Arbeitssicherheitsgesetz Arbeitgeber hat Betriebsärzte und Fachärzte und Fachpersonal für Arbeitssicherheit zu bestellen
Berufsgenossenschaftliche Unfallverhütungsvorschrift - beschreibt die Durchführung der betrieblichen Erste Hilfe und das Verhalten bei Unfällen sowie daraus entstehenden Pflichten für Unternehmer und Versicherte

Wichtige Begriffe

BegriffErklärung zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt
Arbeitsschutzgesetz
Arbeitszeitgesetz
ArbeitssicherheitsgesetzDas deutsche Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit – kurz Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
TOP-PrinzipTechnik Organisation Personal
Umwelthaftungsgesetz

Verordnungen im Rahmen der Arbeitsschutzgesetze:

  • Arbeitsstättenverordnung
  • Baustellenverordnung
  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Bildschirmarbeitsverordnung
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • PSA-Benutzungsverordnung

Betriebsschutz

Maßnahmen zur Minderung der mit der Arbeit im Betrieb verbundenen Gefahren. Zum Teil bestehen allgemeine gesetzliche Vorschriften, zum Teil besondere Anordnungen vor allem der Berufsgenossenschaften

Kontext

Zeitlich

Projektmanagement-Phasen

  • Initialisierungsphase: Formelle Gründung
  • Definitionsphase: Ziele, Organisation
  • Planungsphase: Umfeld/Stakeholder, Phasenplanung, PSP, Ablauf u. Termine, Ressourcen/Kosten, Risiken
  • Steuerung: Controlling, Änderung
  • Abschlussphase: Auflösung

Inhaltlich

Kontext

Inhaltlich

  • Das Thema hat inhaltlich zu folgenden Themen Beziehungen (Nummern geben die Kompetenzelemente der IPMA an):
PM-technische Methodische Kompetenzen
1.01 Projektmanagementerfolg1.02 Interessierte Parteien1.03 Projektanforderungen und Projektziele1.04 Risiken und Chancen
1.05 Qualität1.06 Projektorganisation1.07 Teamarbeit1.08 Problemlösung
1.09 Projektstrukturen1.10 Leistungsumfang und Lieferobjekte1.11 Projektphasen, Ablauf und Termine1.12 Ressourcen
1.13 Kosten und Finanzmittel1.14 Beschaffung und Verträge1.15 Änderungen1.16 Überwachung, Steuerung, Berichtswesen
1.17 Information und Dokumentation1.18 Kommunikation1.19 Projektstart1.20 Projektabschluss
PM-Verhaltens Kompetenzen
2.01 Führung2.02 Engagement und Motivation2.03 Selbststeuerung2.04 Durchsetzungsvermögen
2.05 Entspannung und Stressbewältigung2.06 Offenheit2.07 Kreativität2.08 Ergebnisorientierung
2.09 Effizienz2.10 Beratung2.11 Verhandlungen2.12 Konflikte und Krisen
2.13 Verlässlichkeit2.14 Wertschätzung2.15 Ethik
PM-Kontext Kompetenzen
3.01 Projektorientierung3.02 Programmorientierung3.03 Portfolioorientierung3.04 Einführung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement
3.05 Stammorganisation3.06 Geschäft3.07 Systeme, Produkte und Technologie3.08 Personalmanagement
3.09 Gesundheit, Arbeits-, Betriebs- und Umweltschutz3.10 Finanzierung3.11 Rechtliche Aspekte

Information

Informationsmanagement bzw. Berichtswesen im Projekt sollte ein geeignetes Format nutzen und sich am Empfänger und Zwecke orientieren:

Empfänger

Die bereitgestellten Informationen sollten für den Empfänger relevant sein. Wir sollten uns deshalb frühzeitig Gedanken machen über den Bedarf von Informationen und darüber, für welche Stakeholder welche Informationen zum Projekt bestimmt sein sollen.

Zweck

  • um einen neuen Kenntnisstand beim Empfänger herzustellen
  • um den Informations- und Meinungsausstausch zu initiieren
  • um Entscheidungen herbeizuführen
  • können einen Beitrag zur Motivation von Stakeholdern leisten

Geeignetes Format

  • Art und Weise der Darstellung und Übermittlung
  • Dem Wissenstand des Emfpängers angemessen, plausibel und nachvollziehbar sein
  • zeitorientierte Berichte
  • ereignisorientierte Berichte wie Abschlussbericht

Dokumentation

die Projektdokumentation umfasst

  • Projekthandbuch
  • Projektmanagementhandbuch
  • Projektbezogene Ablage (wie Lasten-/Pflichtenheft, Angebot, Änderungsanträge, Abnahmeprotokolle, Verträge)

Projekthandbuch

  • beschreibt Standards für ein spezifisches Projekt. Gem DIN 69901-5 ist ein Projekthandbuch die Zusammenstellung von Informationen und Regelungen, die fü die Planung und Durchführung eines bestimmten Projekts gelten sollen.
  • ist die Anwendung der im Projektmanagementhandbuch beschriebenen Verfahren und Methoden auf ein konkretes Projekt.

Projektmanagementhandbuch

  • PM-Handbuch ist eine Zusammenstellung von Regelungen, die innerhalb einer Organisation generell für die Planung und Durhführung von Projekten gelten
  • Inhalte
    • Projektkriterien (Was ist ein Projekt in unserer Organisation), Projektarten und kategorien, Projektorganisation und -rollen
    • Standardisierter PM-Prozess
    • Vorgehensmodelle für Projektarten mit Wiederholungscharakter (z.B. Entwicklungsprojekte, Kundenprojekte, IT-Projekte
    • Methoden und Instrumente der Projektplanung und -steuerung (PM-Methodik)
    • PM-Glossar mit der unternehmensspezifischen Terminologie
    • Formulare, Vorlagen, Checklisten, Arbeitsbehelfe etc.

Kriterien für effektive Projektdokumentation

  • änderbar
  • aktuell
  • eindeutig
  • identifizierbar
  • standardisiert
  • vollständig

Beispiel Berichtsbedarfsmatrix Kommunikationsmatrix

BerichtsartHäufigkeitGLLAProjekt-Fachabt.PLProjektcontroller
Wirtschaftl. und techn. ProduktplanErstellung Projektbeginn
zu Meilensteinen fortschreiben
xxxxx
Terminberichtwöchentlich--relev.
Ausschnitt
xx
Detail.Kostenplan auf AP-Ebenemonatlich--relev.
Ausschnitt
xx
Zusammengefasster Kostenbericht
auf Projektebene
monatlich-x--x
Projektstatusbericht einschl.
Meilensteintrendanalyse
monatlichxx-xx
Detaillierter
Projektabschlussbericht
einmalig-xxxx
Kurzfassung Projektabschlussberichteinmaligx----

—-

Literatur

  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN.
  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN, S. X–Y.

Siehe auch


Weitere Informationen

3.09 Gesundheit, Arbeits- Betriebs- und Umweltschutz Health, security, safety & environment

Dieses Element betrifft die Maßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Politik der Organisation in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, und zwar sowohl während der Planungsphase des Projekts als auch bei seiner Ausführung, während des Lebenszyklus des Produkts und bei seiner Außerbetriebnahme und Entsorgung. Wachsende Unternehmensverantwortung, öffentliche Aufmerksamkeit und die Gefahr eines Rechtsstreits erfordern ein angemessenes Niveau an Wissen und Erfahrung hinsichtlich dieser Thematiken. Alle wichtigen Angelegenheiten in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt werden in Projekten von Vorschriften, Normen und Betriebsverfahren geregelt, um die Risiken auf ein von der Organisation, der Öffentlichkeit, der Gesetzgebung, den Betreibern und anderen als akzeptabel angesehenes Niveau zu reduzieren. Dies senkt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls bei dem Personen verletzt, Einrichtungen beschädigt oder die Umwelt verschmutzt werden auf ein Minimum. Der Projektmanager muss sicherstellen, dass diese oft projektspezifischen Normen beim Betrieb befolgt werden. Außerdem muss sich der Projektmanager regelmäßig vergewissern, dass sie auch durchgängig eingehalten werden. Die Überlegungen zur Gesundheit gelten für die Mitglieder des Projektteams, die zukünftigen Nutzer des Produkts und die evtl. davon betroffenen Personen. Das Projektmanagement sollte sich besonders mit Themen wie Stress und Übermüdungserscheinungen unter den Projektmitarbeitern auseinandersetzen und sicherstellen, dass sie ein bewältigbares Arbeitspensum haben, nicht zu viele Überstunden machen oder zuviel reisen müssen. Das benutzte Produkt darf für den Nutzer oder die Menschen um ihn herum kein Gesundheitsrisiko darstellen, ganz gleich ob es sich dabei um ein Maschinenteil, eine Informations- und Kommunikationstechnologie, ein Konsumgut oder andere Dinge handelt. Für die Außerbetriebnahme und Entsorgung müssen dem Nutzer Richtlinien zur Verfügung stehen, um Gesundheitsrisiken auszuschließen.

Der Projektmanager muss häufig auch die Funktion des obersten Verantwortlichen für Betriebsschutz übernehmen. In diesem Fall ist er für das Vorhersehen und Erkennen eventueller Sicherheitsrisiken verantwortlich. Dabei stehen ihm verschiedene Instrumente zur Verfügung, wie Risikoanalyse, Maßnahmenplanung und Zustandskontrolle, unter besonderer Beachtung der Verletzung von Richtlinien und der Entwicklung vorbeugender Maßnahmen gegen böswillige Aktivitäten (wie z. B. Diebstahl, Missbrauch und Sabotage). Gegebenenfalls ist auch die Versicherung der Vermögenswerte des Projekts gegen Verlust, böswillige Aktivitäten oder unvorhergesehene Ereignisse zu erwägen. Abhängig von der Organisationsstruktur steht der Projektmanager möglicherweise in Kontakt zu einem Sicherheitsbeauftragten, dem er Bericht erstattet und den er ggf. um Hilfe ersuchen kann.

Die Überlegungen zum Arbeitsschutz betreffen den Schutz der Mitarbeiter vor Todesfall oder schweren Verletzungen in den verschiedenen Projektphasen, bei der Nutzung des Produkts und während des fortlaufenden Betriebs der Organisation. Zur Feststellung der Sicherheitsfragen und der Behandlung derselben sollte eine offizielle Untersuchung über Risiko und Bedienbarkeit (hazard and operability – „hazop“) durchgeführt werden. Sowohl für den Arbeits- als auch für den Betriebsschutz ist es hilfreich, zwischen jenen Risiken und Fragestellungen, die sich auf die Organisation, ihre Infrastruktur, Daten, geistiges Eigentum und Produkte beziehen, und jenen, die Menschen betreffen, zu unterscheiden.

Der Bereich Umweltschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung mit Themen wie der globalen Erwärmung, der Umweltverschmutzung, der Erschöpfung natürlicher Rohstoffe, Energieeffizienz und Energiesparen, die täglich in den Schlagzeilen zu finden sind. Diese Faktoren müssen in allen Projektphasen, bei der Verwendung des Produkts und seiner Außerbetriebnahme und Entsorgung mit berücksichtigt werden.

Bei der Entwicklung des Produkts und seiner Herstellungsprozesse muss das Team berücksichtigen, welche Materialien eingesetzt werden, wie viel Energie zur Herstellung benötigt wird, wie viel CO2 oder Treibhausgase ausgestoßen werden, ob es Abfallprobleme gibt, ob die Materialien recyclebar bzw. natürlich abbaubar sind oder am Ende der Produktlebensdauer die Umwelt verschmutzen.

Bei der Nutzung des Produkts sollten die Umweltfolgen bezüglich Energieverbrauch, Schadstoffemissionen und Abfallbeseitigung minimiert werden. Die Organisation sollte sowohl interne als auch unabhängige, externe Prüfprozesse durchführen lassen, die Gesundheits-, Sicherheit und Umweltfragen abdecken.

Mögliche Prozessschritte: 1. Ermittlung anwendbarer Gesetze und Vorschriften. 2. Ermittlung von Gesundheits-, Betriebs-, Arbeits- und Umweltrisiken, Anforderungen und bestehenden Zuständigkeiten. 3. Bewertung des Ist-Zustands. 4. Entwicklung von Plänen und Verfahren für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt. 5. Überwachung und Kontrolle der Wirksamkeit der Pläne. 6. Berichterstattung über Risiken und Belange. 7. Dokumentation der Lessons Learned für die Umsetzung in zukünftigen Projekten, Projektphasen oder anderen Bereichen der Organisation.

Angesprochene Themenfelder: Audits Umweltvertäglichkeitsprüfung (UVP) Gesundheit Gesetzgebung und Unternehmenspolitik Betriebssicherheits- und Arbeitsschutzplan Betriebssicherheits- und Arbeitsschutzprüfungen

Schlüsselkompetenzen auf Levelebene: A Hat die Entwicklung der Normen und Richtlinien einer Organisation für den Umgang mit Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltfragen geleitet. Hat eine angemessene Managementkultur für den richtigen Umgang mit Gesundheits-, Betriebsschutz-, Arbeitsschutz und Umweltfragen entwickelt und geleitet. B Hat innerhalb des Projekts eine angemessene Managementkultur für den Umgang mit Gesundheits-, Betriebsschutz-, Arbeitsschutz- und Umweltfragen entwickelt. C Hat Vorschriften und Richtlinien bezüglich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt in Projekten korrekt angewendet.

Hauptbeziehungen zu: 4.1.3. Projektanforderungen und Projektziele, 4.1.4. Risiken und Chancen, 4.1.5. Qualität, 4.1.10 Leistungsumfang und Ergebnisse, 4.1.14. Beschaffung und Verträge, 4.2.3. Selbststeuerung, 4.2.15. Ethik, 4.3.7. Systeme, Produkte und Technologie, 4.3.11. Rechtliche Aspeke


Einzelnachweise

3.09_gesundheit_arbeits-_betriebs-_und_umweltschutz.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/01 14:01 von 87.159.30.14