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2.07_kreativitaet

2.07 Kreativität

Wichtigste Punkte

Vermeidung von Kreativitätsblockaden- Groupthink
- Wahrnehmungsblockaden, Sprechblockade, umweltbedingte Blockaden
- Fremd- oder eigenblockade
- intrinsische/extrinsische Blockaden
Aufwand-Nutzen Verhältnis beachten
läuft in Phasen ab1. Präparation, 2. Inkubation, 3. Illumination, 4. Verifikation
KreativitätstechnikenBrainwriting, Mind-Mapping, Morphologischer Kasten
Operationale Kreativitätist die zielgerichtete Ideenfindung

Wichtige Begriffe

BegriffErklärung zu Kreativität Kreativität
BrainwritingIdeen werden aufgeschrieben, Vorteil zu Brainstorming: auch zurückhaltende Teammitglieder bringen ihre Edeen ein und finden „Gehör“
635-Methode6 Personen 3 Ideen, 5 Minuten
1. Blatt mit einer nicht ausgeüllten Tabelle mit drei Spalten und sechs Reihen
2. Jeder schreibt in eine Spalte eine Idee
3. Alle Ideen werden den Teilnehmern vorgestellt
Mind-Mapping
Morphologischer Kasten
Operationale Kreativität- ist die zielgerichtete Ideenfindung
-(nach Gordon 1957, Scheitlin 1993; auch gelenkte/gerichtete Kreativität genannt) bezeichnet eine spezielle Erscheinungsform der Kreativität, die sich auf die Verwendung von Kreativität in Operationen wie Problemlösung, Innovation, Ideenproduktion und Changemanagement bezieht und „auf die Schaffung neuer Systeme oder Organisationen“ bzw. die Entwicklung von Produkt-, Verfahrens- und Sozialneuerungen abzielt. Es handelt sich um eine zielgerichtete, strukturierte Vorgehensweise in einem soziotechnischen System (z.B. Firmen und Zweckorganisationen) mit der Intention, in Bezug auf einen Operanden unter Einbezug von Wissen, Systematik und Kombinatorik schrittweise zu Lösungen zu gelangen. Sie ist verwandt mit der absichtlichen, angewandten, seriösen oder Business-Kreativität.

Ablauf Phasen

WIE:

PhaseRolle des Projektleiters
PräparationsphaseSchafft Klarheit für die Situation
InkubationsphaseSammelt Ideen
IlluminationsphaseStellt Verbindung zwischen Ideen her
VerifikationsphaseLässt Lösungen bewerten, plant Umsetzung

Goldene Regeln:

  1. Keine Kritik
  2. Keine Hierachie
  3. Quantität vor Qualität

Kontext

Zeitlich

Projektmanagement-Phasen

  • Initialisierungsphase: Formelle Gründung
  • Definitionsphase: Ziele, Organisation
  • Planungsphase: Umfeld/Stakeholder, Phasenplanung, PSP, Ablauf u. Termine, Ressourcen/Kosten, Risiken
  • Steuerung: Controlling, Änderung
  • Abschlussphase: Auflösung

Inhaltlich

  • Das Thema hat inhaltlich zu folgenden Themen Beziehungen (Nummern geben die Kompetenzelemente der IPMA an):
PM-technische Methodische Kompetenzen
1.01 Projektmanagementerfolg1.02 Interessierte Parteien1.03 Projektanforderungen und Projektziele1.04 Risiken und Chancen
1.05 Qualität1.06 Projektorganisation1.07 Teamarbeit1.08 Problemlösung
1.09 Projektstrukturen1.10 Leistungsumfang und Lieferobjekte1.11 Projektphasen, Ablauf und Termine1.12 Ressourcen
1.13 Kosten und Finanzmittel1.14 Beschaffung und Verträge1.15 Änderungen1.16 Überwachung, Steuerung, Berichtswesen
1.17 Information und Dokumentation1.18 Kommunikation1.19 Projektstart1.20 Projektabschluss
PM-Verhaltens Kompetenzen
2.01 Führung2.02 Engagement und Motivation2.03 Selbststeuerung2.04 Durchsetzungsvermögen
2.05 Entspannung und Stressbewältigung2.06 Offenheit2.07 Kreativität2.08 Ergebnisorientierung
2.09 Effizienz2.10 Beratung2.11 Verhandlungen2.12 Konflikte und Krisen
2.13 Verlässlichkeit2.14 Wertschätzung2.15 Ethik
PM-Kontext Kompetenzen
3.01 Projektorientierung3.02 Programmorientierung3.03 Portfolioorientierung3.04 Einführung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement
3.05 Stammorganisation3.06 Geschäft3.07 Systeme, Produkte und Technologie3.08 Personalmanagement
3.09 Gesundheit, Arbeits-, Betriebs- und Umweltschutz3.10 Finanzierung3.11 Rechtliche Aspekte


Literatur

  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN.
  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN, S. X–Y.

Siehe auch


Weitere Informationen

Kreativität Creativity Kreativität ist die Fähigkeit, auf originelle und einfallsreiche Weise zu denken und zu handeln. Der Projektmanager nutzt zum Wohl des Projekts sowohl die Kreativität von Einzelpersonen als auch die kollektive Kreativität des Projektteams und der Organisation, für die sie arbeiten. Der Projektmanager muss Prozesse fördern, um im Team aufkommende kreative Ideen, die für das Projekt von Nutzen sein könnten, zu stimulieren, aufzuzeichnen, zu bewerten und diesen zu folgen. Nicht selten muss der Urheber einer kreativen Idee diese dem Projektteam erst „verkaufen“, bevor sie akzeptiert wird. Häufig werden andere Teammitglieder sich für die Idee engagieren und sie so verbessern, dass sie auf größere Akzeptanz trifft. Kreativität ist eine für den Projekterfolg äußerst wichtige Kompetenz. Sie hilft dem Projektmanager dabei, Probleme zu überwinden und motiviert das Team, bei der Weiterentwicklung der kreativen Idee zu einer machbaren Lösung zusammen zu arbeiten. Wenn im Rahmen eines Projekts Probleme auftauchen, muss der Projektmanager beurteilen, ob ein kreativer Ansatz zur Problemlösung tauglich ist. Wenn ein kreativer Ansatz angemessen erscheint, muss er über die einzusetzende Methode entscheiden. Möglicherweise ist ein „Brainstorming“ angebracht. Dazu können sich Mitglieder des Projektteams mit anderen eventuell hilfreichen Mitarbeitern der Organisation treffen und ihre Ideen formulieren, die später ausgewertet werden. Die viel versprechendsten Ideen werden dann weiter verfeinert und die besten von ihnen ausgewählt. Welche Methode auch immer bei der kreativen Lösungssuche angewendet wird, es geht immer darum, die Angelegenheit von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu betrachten und verschiedene Instrumente, Wissen, gesunden Menschenverstand, Intuition und Erfahrung zu kombinieren und anzuwenden. Kreativität kann wie folgt zusammengefasst werden: „Strebe nach dem Unmöglichen, und erreiche das Unwahrscheinliche!“ Der Einsatz von Kreativitätsmethoden im Team muss vorsichtig erfolgen, damit sich der Projektschwerpunkt nicht verschiebt. Mögliche Prozessschritte: 1. Erkennen von Situationen, in denen es ein Problem zu lösen bzw. eine Herausforderung anzunehmen gilt oder in denen neue Konzepte entwickelt werden müssen und daher ein kreativer Ansatz angemessen ist. 2. Bestimmen von Personen, die einen Beitrag zur kreativen Lösungsfindung liefern können, gleich ob sie aus dem Projektteam oder von irgendwo innerhalb oder außerhalb der Organisation kommen. 3. Zusammenführen der ausgewählten Gruppe von Mitarbeitern, Erklärung des zu lösenden Problems und Aufforderung, ihrer Phantasie beim Einbringen von Vorschlägen freien Lauf zu lassen. 4. So viele Ideen wie möglich anregen und sammeln; alle ohne jegliche Diskussion erfassen. 5. Vorzüge der einzelnen Ideen einschätzen und Ideen reihen. 6. Erörterung der Durchführbarkeit und der Konsequenzen der Umsetzung der besten Ideen und Auswahl einer Idee, die weiterverfolgt wird. 7. Planung und Durchführung der gewählten Lösung. 8. Dokumentation der Lesons Learned für die Anwendung auf zukünftige Projekte. Angesprochene Themenfelder: Kreativitätstechniken Emotionale Intelligenz Ganzheitliches Denken Vorstellungskraft Intuition Lösungskombinatorik Optimismus Formulierung und Visualisierung von Zielsetzungen NCB 3 März 2013 Seite 111 von 202 Schlüsselkompetenzen auf Levelebene: A Hat Kreativität mit den Programm- und Projektmanagern im Kontext des Projekts und der Stammorganisation wirksam eingesetzt, gemanagt und geleitet. Der Kandidat hat (Teil-) Programmmanager und/oder Projektmanager bei der Entwicklung ihrer Kreativität und/oder der Kompetenz zum Managen von Kreativitätsprozessen angeleitet. Der Kandidat war außerdem an der Einführung von Kreativität in Projekten oder Programmen beteiligt. B Hat Kreativität in komplexen Projekten und im Projektkontext wirksam eingesetzt und gemanagt. Hat (Teil-) Projektmanager bei der Entwicklung ihrer Kreativität angeleitet. C Hat Kreativität in Projekten mit begrenzter Komplexität wirksam eingesetzt. D Verfügt über das erforderliche Wissen in Bezug auf Kreativität. Hauptbeziehungen zu: 4.1.2. Interessierte Parteien, 4.1.4. Risiken und Chancen, 4.1.6. Projektorganisation, 4.1.8. Problemlösung, 4.1.9. Projektstrukturen, 4.1.15. Änderungen, 4.1.18. Kommunikation, 4.1.19. Projektstart, 4.2.5. Entspannung und Stressbewältigung, 4.2.6. Offenheit, 4.2.8. Ergebnisorientierung, 4.2.10. Beratung, 4.3.1. Projektorientierung, 4.3.6. Geschäft, 4.3.7. Systeme, Produkte und Technologie NCB 3 März 2013 Seite 112 von 202 Verhaltensmuster: 4.2.7. KREATIVITÄT Angemessene Verhaltensweisen Verbesserungsbedürftige Verhaltensweisen Ist kreativ, nimmt Herausforderungen an und steht neuen Ideen offen gegenüber Klammert sich an bekannte und überprüfte Lösungen und steht dem Unbekannten ängstlich gegenüber Ist optimistisch, dass neue Ideen zu machbaren Lösungen führen werden Lehnt Ideen als nicht durchführbar ab, ohne sie zu überprüfen Überbrückt Differenzen durch die Definition eines neuen Konzepts, das bei gleichzeitiger Respektierung unterschiedlicher Ansichten erreicht werden kann Ist nicht in der Lage verschiedene Konzepte zu integrieren. Wählt aus verschieden Ansichten aus und erzeugt Spaltungen im Team Findet Lösungen durch die Anwendung neuer Konzepte, Instrumente und gesunden Menschenverstands in neuen Bereichen Kann den Gebrauch von neuen Konzepten oder Instrumenten nicht als Weg zur Überwindung schwieriger Probleme akzeptieren, benutzt den gesunden Menschenverstand nicht Regt Mitarbeiter dazu an, Ideen vorzubringen, erkennt Chancen und organisiert einen soliden Prozess der kreativen Lösungssuche Sucht immer nach bewährten Lösungen, kann mit Unsicherheit nicht umgehen und ist nicht fähig, einen kreativen Prozess zur Lösungsfindung angemessen zu leiten Führt aktives Leistungsbeschreibungs- und Änderungsmanagement durch Lehnt alles ab, was sich außerhalb der anfänglichen Leistungsbeschreibung befindet Hört auf physische Stimuli und Empfindungen, setzt Intuition zur Problemlösung und für zwischenmenschliche Beziehungen ein Akzeptiert nur, was dargestellt werden kann, vernachlässigt Intuitionen und Empfindungen. Klammert sich an Logik und funktionale Beziehungen Hört auf seine eigene Intuition und setzt sie auch ein, sieht eigene Ideen als Quelle der Kreativität an Lehnt Intuition ab Setzt unkonventionelle Ansätze zum Nutzen des Projekts ein. Fällt kreative Entscheidungen, um Risiken abzuschwächen Akzeptiert immer den Status quo, selbst wenn das Projekt auf dem Spiel steht. Ist risikoavers


Einzelnachweise

2.07_kreativitaet.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/01 14:45 von 87.159.30.14