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2.04_durchsetzungsvermoegen

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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2.04_durchsetzungsvermoegen [2016/03/01 11:49]
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2.04_durchsetzungsvermoegen [2016/03/01 12:15] (aktuell)
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 +Durchsetzungsvermögen
 +Assertiveness
 +Unter Durchsetzungsvermögen versteht man die Fähigkeit, seine Standpunkte mit Überzeugung und Autorität vorzubringen. Der Projektmanager benötigt diese Kompetenz, um wirksame Kommunikation mit dem Projektteam und anderen betroffenen Interessierten Parteien sicherzustellen,​ sodass die das Projekt betreffenden Entscheidungen unter vollem Bewusstsein ihrer Auswirkungen gefällt werden. Auf diese Weise vermeidet es der Projektmanager,​ zu Vorschlägen oder Entscheidungen,​ die nicht im Projektinteresse stehen, gedrängt zu werden.
 +Überzeugungskraft ist die Fähigkeit, durch Debatte oder die Kraft der Argumente Konsens über gemeinsame Ziele zu erlangen. Überzeugungskraft kann helfen sicherzustellen,​ dass wertvolle Ideen (d. h. Ideen, die helfen, Projektziele zu erreichen) Gehör finden und umgesetzt werden.
 +Überzeugungskraft wird benötigt, um andere dazu zu bringen, den vom Projektmanager gewünschten Kurs zur Verfolgung der Projektziele einzuschlagen.
 +Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft werden vom Projektmanager während der gesamten Projektdauer verlangt.
 +Mögliche Prozessschritte:​
 +1. Ermittlung der zu erreichenden Projektziele und Ergebnisse.
 +2. Analyse der aktuellen Situation, Identifizierung der Themen, die vermutlich zu Debatten führen, und der möglichen Auswirkungen.
 +3. Überlegung stichhaltiger Argumente zu bestimmten Angelegenheiten,​ Vorbereitung der eigenen Darstellung einschließlich der Widerlegung möglicher Gegenargumente.
 +4. Einschätzung der an der Diskussion beteiligten Personen, ihrer wahrscheinlichen Standpunkte,​ Interessen und Beziehungen.
 +5. Vorbereitung der Besprechung,​ bei der die Angelegenheiten diskutiert werden sollen.
 +6. Vertretung der eigenen Position in ruhiger und selbstsicherer Weise.
 +7. Ausdruck des Danks für das Interesse der Besprechungsteilnehmer,​ Ausdruck von Interesse für ihre Beiträge.
 +8. Pflege von guten Beziehungen zu den betroffenen Interessierten Parteien.
 +9. Ständiges Lernen aus den eigenen Erfahrungen und Anwendung des Gelernten in der Zukunft.
 +Angesprochene Themenfelder:​
 +Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft
 +Autorität
 +Diplomatisches Geschick
 +Verhandlungsgeschick
 +Persönliche Überzeugung
 +Persönlichkeit
 +Beziehungnetze
 +Selbstvertrauen
 +Selbststeuerung
 +NCB 3 März 2013 Seite 105 von 202
 +Schlüsselkompetenzen auf Levelebene:
 +A Hat Durchsetzungsvermögen mit den Programm- und Projektmanagern im Kontext des Projekts und der Stammorganisation wirksam eingesetzt, gemanagt und geleitet. Der Kandidat hat (Teil-) Programmmanager und/oder Projektmanager bei der Entwicklung ihres Durchsetzungsvermögens angeleitet. Der Kandidat war an der Einführung von Durchsetzungsvermögen in Projekten oder Programmen beteiligt.
 +B Der Kandidat hat Durchsetzungsvermögen in komplexen Projekten im Projektkontext wirksam eingesetzt und gemanagt. Der Kandidat hat (Teil-) Projektmanager bei der Entwicklung ihres Durchsetzungsvermögens angeleitet.
 +C Hat Durchsetzungsvermögen in Projekten mit begrenzter Komplexität eingesetzt.
 +D Verfügt über das erforderliche Wissen in Bezug auf Durchsetzungsvermögen.
 +Hauptbeziehungen zu:
 +4.1.1. Projektmanagementerfolg,​ 4.1.2. Interessierte Parteien, 4.1.3. Projektanforderungen und Projektziele,​ 4.1.6. Projektorganisation,​ 4.1.14 .Beschaffung und Verträge, 4.1.18. Kommunikation,​ 4.1.19. Projektstart,​ 4.2.1. Führung, 4.2.2. Engagement und Motivation, 4.2.8. Ergebnisorientierung,​ 4.2.11. Verhandlungen,​ 4.2.13. Verlässlichkeit,​ 4.2.14. Wertschätzung,​ 4.2.15. Ethik, 4.3.4. Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement-Einführung,​ 4.3.5. Stammorganisation,​ 4.3.6. Geschäft, 4.3.10. Finanzierung,​ 4.3.11. Rechtliche Aspekte
 +Verhaltensmuster:​
 +4.2.4. DURCHSETZUNGSVERMÖGEN Angemessene Verhaltensweisen Verbesserungsbedürftige Verhaltensweisen Teilt den Teammitgliedern die Entscheidungen und Entscheidungsgründe mit Teilt den Teammitgliedern die Entscheidungen bzw. Entscheidungsgründe nicht mit Verhält sich in angemessener Art und Weise, ist zuverlässig,​ vertrauenswürdig und diskret Verhält sich unangemessen,​ erscheint unzuverlässig,​ enttäuscht das Vertrauen anderer Hört anderen aufmerksam zu Vernachlässigt die Beiträge anderer, unterbricht,​ redet zu unpassenden Zeitpunkten Strahlt Enthusiasmus aus, motiviert das Team Kritisiert, ist unfähig, andere zu motivieren Besitzt eine offene und positive Einstellung,​ ist ein realistischer Optimist Hält sich abseits vom Team, ignoriert andere, ist pessimistisch Zeigt Einfluss und Autorität Ist überfordert und findet kein Gehör Berücksichtigt und respektiert die Ansichten von Minderheiten Schließt sich nur Mehrheitsmeinungen oder bestehenden Machtpositionen an
 +NCB 3 März 2013 Seite 106 von 202
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