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1.05_qualitaet

1.05 Qualität

Wichtigste Punkte

Teamdynamische Prozesse beeinflussen die Performance des Teams. Sie lassen sich gut steuern
Das Teamphasenmodell von Tuckman beschreibt die Phasen der Teamentwicklung: Formin, Storming, Norming, Performing, Adjourning. Der Projektleiter spielt dabei eine wichtige Rolle
Das Rollen Modell von Belbin beschreibt 9 Rollen, die in einem Team idealerweise besetzt sein sollen, damit es Höchstleistungen vollbringen kann. Eine Person nimmt häufig mehrere Rollen ein.
Gut funktionierende Teamarbeit ist die Voraussetzung für erfolgreiche Projekte. Der Projektleiter muss die negativen Effekte bei Teamarbeit gut steuern. Dies sind z.B. Social Loafing (Faulenzen einzelner) oder das Groupthink (Gruppe trifft ggf. schlechtere Entscheidungen als ein Einzelner)

Kontext

Zeitlich

Projektmanagement-Phasen

  • Initialisierungsphase: Formelle Gründung
  • Definitionsphase: Ziele, Organisation
  • Planungsphase: Umfeld/Stakeholder, Phasenplanung, PSP, Ablauf u. Termine, Ressourcen/Kosten, Risiken
  • Steuerung: Controlling, Änderung
  • Abschlussphase: Auflösung

Inhaltlich

  • Das Thema hat inhaltlich zu folgenden Themen Beziehungen (Nummern geben die Kompetenzelemente der IPMA an):
PM-technische Methodische Kompetenzen
1.01 Projektmanagementerfolg1.02 Interessierte Parteien1.03 Projektanforderungen und Projektziele1.04 Risiken und Chancen
1.05 Qualität1.06 Projektorganisation1.07 Teamarbeit1.08 Problemlösung
1.09 Projektstrukturen1.10 Leistungsumfang und Lieferobjekte1.11 Projektphasen, Ablauf und Termine1.12 Ressourcen
1.13 Kosten und Finanzmittel1.14 Beschaffung und Verträge1.15 Änderungen1.16 Überwachung, Steuerung, Berichtswesen
1.17 Information und Dokumentation1.18 Kommunikation1.19 Projektstart1.20 Projektabschluss
PM-Verhaltens Kompetenzen
2.01 Führung2.02 Engagement und Motivation2.03 Selbststeuerung2.04 Durchsetzungsvermögen
2.05 Entspannung und Stressbewältigung2.06 Offenheit2.07 Kreativität2.08 Ergebnisorientierung
2.09 Effizienz2.10 Beratung2.11 Verhandlungen2.12 Konflikte und Krisen
2.13 Verlässlichkeit2.14 Wertschätzung2.15 Ethik
PM-Kontext Kompetenzen
3.01 Projektorientierung3.02 Programmorientierung3.03 Portfolioorientierung3.04 Einführung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement
3.05 Stammorganisation3.06 Geschäft3.07 Systeme, Produkte und Technologie3.08 Personalmanagement
3.09 Gesundheit, Arbeits-, Betriebs- und Umweltschutz3.10 Finanzierung3.11 Rechtliche Aspekte

Wichtige Begriffe

BegriffErklärung zu Teamarbeit Teamarbeit
AuditEin Audit untersucht, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen. Ein solches Untersuchungsverfahren erfolgt häufig im Rahmen eines Qualitätsmanagements. Die Audits werden von einem speziell hierfür geschulten Auditor durchgeführt.
ProjektauditEin Projektaudit ist die Analyse des Fortschritts eines Projektes. Ziel eines Projektaudits ist festzustellen, inwieweit das Projekt im Plan ist und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um den Erfolg des Projektes sicherzustellen.
Groupthink
Kohäsion
Partizipation
Social Loafing
Team
Tuckman
Punctuated-Equilibrium-Modell
Belbin


Literatur

  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN.
  • Autor: Titel. Verlag, Ort Jahr, ISBN, S. X–Y.

Siehe auch


Weitere Informationen

1.05 Qualität Quality

In diesem Kompetenzelement werden die Aspekte der Qualität des Projektergebnisses und des Pro-jektmanagements zusammengefasst.

Die Qualität eines Projekts ist das Ausmaß, in dem seine Eigenschaften denen der Projektanforderungen entsprechen. Das Qualitätsmanagement eines Projekts zieht sich durch alle Phasen und Projektteile, von der anfänglichen Projektdefinition, dem Management des Projektteams, den Deliverables bis hin zum Projektabschluss. Das Projektqualitätsmanagement fällt als Teil des TQM in den Zuständigkeitsbereich des Projekt-, Programm oder Portfoliomanagements. Qualität ist auf die Mitwirkung aller Mitarbeiter eines Projektteams angewiesen, die die Qualität als Grundlage des Projekts ansehen sollten. Sie sichert durch Kundenzufriedenheit langfristigen Geschäftserfolg. Die Grundlage der Projektqualität sind jene Qualitäts-managementmethoden der Stammorganisation, die an den Prozessen und Ergebnissen des Projekts beteiligt sind. Generell legt die Stammorganisation die Qualitätspolitik, Ziele und Zuständigkeitsbereiche des Projekts fest, und wie Qualität unter Zuhilfenahme von Qualitätsplanung, standardisierten Verfahrens-weisen (SOPs), Kontrollmaßnahmen und anderen Aspekten des Qualitätsmanagements der Stamm-organisation gesichert werden kann. Kritische Bereiche des Projektqualitätsmanagements sind die Schnitt-stellen zwischen Projekten, Programmen bzw. Portfolios und der Stammorganisation. Das Risiko der Vernachlässigung der Qualität besteht in der Nichterreichung der Projekt-, Programm- bzw. Portfolioziele.

Die beabsichtigte Funktionalität des Produkts sollte im Projektverlauf validiert werden. Im Allgemeinen wird der Kunde oder Nutzer in diese Überprüfungen mit einbezogen, um die Übereinstimmung mit den Produktanforderungen sicherzustellen. Die Validierung der Projektqualität erfolgt mittels Verfahren der Qualitätssicherung (QS) und Qualitätskontrolle (QC) sowie durch Projektaudits und Produktprüfungen. Computergestütztes Design (CAD), Maßstabsmodelle bzw. Prototypen können benutzt, getestet und wo nötig zur Validierung des Produktdesigns eingesetzt werden, ebenso wie zu seiner Anpassung an die Anforderungen während aller Projektabschnitte. Wenn es sich bei dem Produkt um Software handelt, können frühe Versionen von Nutzern getestet werden, um so Schwachstellen aufzuspüren und diese in späteren Versionen zu korrigieren. Falls es sich bei dem Produkt um Dokumentation handelt, können Entwürfe genutzt werden, um Schwachstellen aufzuspüren und diese in späteren Versionen zu korrigieren.

Tests sind erforderlich, um sicherzustellen, dass die Projektergebnisse den ursprünglichen Anforderungen entsprechen, sowie zur Feststellung und frühzeitigen Beseitigung möglicher Defekte. Auf diese Wiese kann eine bei späterer Entdeckung möglicherweise kostenaufwendige Nachbearbeitung vermieden werden. Die im Projektverlauf durchzuführenden Test- und Abnahmeverfahren sollten in einem frühen Projektstadium festgelegt werden, möglichst schon bei der Vertragsdefinition.

Mögliche Prozessschritte: 1. Entwicklung des Qualitätplans 2. Auswahl, Erstellung und Überprüfung von: I Prototypen und Modellen I Versionen I Dokumentationen 3. Einholung der Zustimmung zur endgültigen Version sowie deren Erstellung und Überprüfung. 4. Durchführung von Qualitätskontrollen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. 5. Durchführung von Tests sowie Dokumentation und Einholung der Zustimmung zu den Ergebnissen. 6. Empfehlung und Anwendung von Korrekturmaßnahmen sowie Erstellung des Maßnahmenberichts zur Fehlerbehebung. 7. Dokumentation der Lessons Learned für Anwendung auf zukünftige Projekte.

NCB 3 März 2013 Seite 62 von 202

Angesprochene Themenfelder: Computergestütztes Design, Herstellung von Prototypen und Modellen sowie Testdurchführung Fehlererkennungs- und Fehlerbehebungsmethoden Wirksamkeit und Kosten des Qualitätsmanagements Qualitätsmaße und Messverfahren Management der Prozessqualität Management der Produktqualität Standardisierte Verfahrensweisen (SOPs) Versionsverwaltung

Schlüsselkompetenzen auf Levelebene: A Hat das Qualitätsmanagement bei wichtigen Programmen bzw. Portfolios einer Organisation oder Organisationseinheit erfolgreich geleitet. B Hat die Projektqualität eines komplexen Projekts erfolgreich gemanagt. C Hat die Projektqualität eines begrenzt komplexen Projekts erfolgreich gemanagt. D Verfügt über das erforderliche Wissen in Bezug auf das Management von Projektqualität und die Fähigkeit dieses anzuwenden.

Hauptbeziehungen zu: 4.1.1. Projektmanagementerfolg, 4.1.2. Interessierte Parteien, 4.1.3. Projektanforderungen und Projektziele, 4.1.4. Risiken und Chancen, 4.1.8. Problemlösung, 4.14. Beschaffung und Verträge, 4.1.16. Überwachung und Steuerung, Berichtswesen, 4.1.17. Information und Dokumentation, 4.2.6. Offenheit, 4.2.8. Ergebnisorientierung, 4.2.10. Beratung, 4.2.11. Verhandlungen, 4.2.13. Verlässlichkeit, 4.2.14. Wertschätzung, 4.2.15. Ethik, 4.3.4 Einführung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement, 4.3.5. Stammorganisation, 4.3.6. Geschäft, 4.3.7. Systeme, Produkte und Technologie, 4.3.9. Gesundheit, Arbeits- und Betriebssicherheit und Umweltschutz, 4.3.10. Finanzierung


Einzelnachweise

1.05_qualitaet.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/01 11:40 von 87.159.30.14