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1.02_interessierte_parteien

Unterschiede

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1.02_interessierte_parteien [2016/02/29 05:09]
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1.02_interessierte_parteien [2016/03/01 12:38] (aktuell)
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 +Interessierte Parteien
 +Interested parties
 +Interessierte Parteien (engl. „interested parties“),​ ist der ISO-Begriff,​ der auch in der ICB übernommen wird; engl. „stakeholders“,​ ist ein für betroffene Interessengruppen benutztes Synonym; im Text werden auch Klient und Kunde zur Benennung einer Untergruppe von Interessierten Parteien verwendet) sind an der Durchführung bzw. dem Erfolg des Projekts interessierte Personen oder Gruppen oder solche, die durch das Projekt eingeschränkt werden.
 +Der Projektmanager sollte alle betroffenen Interessengruppen und ihre Interessen erfassen und sie auf der Grundlage ihrer Bedeutung für das Projekt reihen.
 +Die Berücksichtigung dieses Kompetenzelements erhöht die Chancen auf den Projekterfolg. Das Projekt wird durch den Projektkontext eingeschränkt und muss eventuell den Bedürfnissen der betroffenen interessierten Parteien angepasst werden. Auch deren Erwartungen müssen gemanagt werden.
 +Zur Erleichterung des Umgangs mit den betroffenen Interessengruppen können die Projektmanager sowohl formelle als auch informelle interne und externe Netzwerke zwischen den am Projekt Beteiligten (z. B. Unternehmen,​ Agenturen, Managern, Fachleuten, Angestellten und Meinungsbildnern) nutzen bzw. entwickeln.
 +Alle betroffenen Interessierten Parteien können das Projekt sowohl auf direkte als auch auf indirekte Weise beeinflussen. Einflüsse wie z. B. die Erwartungen der Parteien, die organisatorische Reife des Projektmanagements,​ die Praktiken, Normen, Themen, Trends und die Durchsetzung des Projekt-managements haben Auswirkungen auf die Konzeption und Entwicklung des Projekts.
 +Projektmanager sollten bei der ständigen Aktualisierung von Informationen über die betroffenen Interessengruppen und ihre Vertreter sehr sorgfältig vorgehen. Das gilt für allem für den Fall, dass eine neue Interessengruppe auftritt oder ein Repräsentant wechselt. In diesem Fall sollte der Projektmanager die Auswirkung der Änderung einschätzen und sicherstellen,​ dass die Interessengruppe bzw. deren Vertreter ausreichend über das Projekt informiert ist.
 +Mögliche Prozessschritte:​
 +1. Identifizierung und Priorisierung der Interessierten Parteien.
 +2. Analyse ihrer Interessen und Erwartungen.
 +3. Kommunikation mit den betroffenen Interessierten Parteien zur Erfüllbarkeit ihrer Anforderungen an das Projekt.
 +4. Entwicklung von Strategien für den Umgang mit den Interessierten Parteien.
 +5. Einbeziehung der Erwartungen und Interessen der Stakeholder in die Anforderungen und Zielsetzungen,​ die Leistungsbeschreibung,​ die Ergebnisse und in die Zeit- und Kostenplanung des Projekts.
 +6. Berücksichtigung der von den betroffenen Interessengruppen ausgehenden Bedrohungen und Chancen im Risikomanagement.
 +7. Festlegung des Eskalationsprozesses zur Entscheidungsfindung zwischen Projektteam und Interessierten Parteien.
 +8. Sicherstellung einer weitestgehenden Zufriedenheit der Interessierten Parteien während aller Projektphasen.
 +9. Berücksichtigung der Managementpläne der Interessierten Parteien.
 +10. Umsetzung, Kommunikation und Management von Änderungen in den Plänen der Interessierten Parteien.
 +11. Dokumentation der Lessons Learned und Aufbereitung für zukünftige Projekte.
 +NCB 3 März 2013 Seite 56 von 202
 +Angesprochene Themenfelder:​
 +Interne und externe Netzwerke
 +Kommunikationsstrategie mit Interessierten Parteien
 +Interessen und Zufriedenheit der Interessierten Parteien
 +Stakeholder-Managementplan
 +Management von Erwartungen und Befürchtungen
 +Positionierung des Einzelprojekts innerhalb des Programms, des Portfolios und der Unternehmensorganisation
 +Projektkontext
 +Schlüsselkompetenzen auf Levelebene:
 +A Hat das Management der interessierten Parteien bei wichtigen Programmen bzw. Portfolios einer Organisation oder Organisationseinheit erfolgreich geleitet.
 +B Hat die von einem komplexen Projekt betroffenen Interessierten Parteien erfolgreich gemanagt.
 +C Hat die von einem begrenzt komplexen Projekt betroffenen Interessierten Parteien erfolgreich gemanagt.
 +D Verfügt über das erforderliche Wissen in Bezug auf das Management von Interessierten Parteien und die Fähigkeit dieses anzuwenden.
 +Hauptbeziehungen zu:
 +4.1.1. Projektmanagementerfolg,​ 4.1.3 Projektanforderungen und Projektziele,​ 4.1.4. Risiken und Chancen, 4.1.5. Qualität, 4.1.6. Projektorganisation,​ 4.1.10. Leistungsumfang und Lieferobjekte,​ 4.1.13. Kosten und Finanzmittel,​ 4.1.14. Beschaffung und Verträge, 4.1.15. Änderungen,​ 4.1.18. Kommunikation,​ 4.2.1. Führung, 4.2.2. Engagement und Motivation, 4.2.4. Durchsetzungsvermögen,​ 4.2.6. Offenheit, 4.2.7. Kreativität,​ 4.2.8. Ergebnisorientierung,​ 4.2.12. Konflikte und Krisen, 4.2.13. Verlässlichkeit,​ 4.2.14. Wertschätzung,​ 4.3.1. Projektorientierung,​ 4.3.2. Programmorientierung,​ 4.3.3. Portfolioorientierung
  
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1.02_interessierte_parteien.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/01 12:38 von 87.159.30.14